Richard Sellmer Verlag - freuen Sie sich auf Weihnachten
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Der heute in der Adventszeit nicht mehr wegzudenkende Adventskalender entstand erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1904 wurde dem "Neuen Tagblatt Stuttgart" ein Weihnachtskalender als Präsent beigelegt. Das NÖ Landesmuseum gibt jedoch das Jahr 1903 als das Entstehungsjahr des gedruckten Adventskalenders an. |
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Als Teilhaber der lithographischen Anstalt Reichhold & Lang verzichtete Gerhard Lang auf die Gebäckstücke und verwendete stattdessen farbenprächtige Zeichnungen, die ausgeschnitten und auf einen Pappkarton geklebt werden konnten. 1908 verließ dieser erste, wenn auch noch fensterlose Adventskalender die Druckpresse. Damals sprach man noch von "Weihnachtskalender", oder "Münchener Weihnachts- Kalender". Seit ca. 1920 erschienen die ersten Kalender mit Türchen zum Öffnen auf den Markt, so wie wir sie heute kennen. Ebenso fertigte die badische Sankt Johannis Druckerei Anfang der 20er Jahre religiöse Kalender, deren geöffnete Fenster Bibel Verse anstatt Bilder zeigten. Ende der 30er Jahre mußte Gerhard Lang seinen Betrieb aufgeben, bis zu diesem Zeitpunkt hatte er etwa 30 verschiedene Motive herausgegeben. Der 2. Weltkrieg setzte dem Höhenflug des Weihnachtskalenders ein jähes Ende. Grund hierfür war die Knappheit des Papiers und das Verbot, Bildkalender herzustellen. Erst in der Nachkriegszeit konnte dieser wieder an seinen Erfolg anknüpfen.
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